
Der gesellschaftliche Wandel, der in den Sechzigerjahren seinen Anfang nahm, spielte auch für die Kunst und die Künstler:innen eine elementare Rolle. Ihre Forderung nach einer kritischen Betrachtung gesellschaftlicher, ökonomischer und politischer Zusammenhänge etablierte nach und nach ein künstlerisch-visionäres Gedankengut und übernahm die Vorreiterrolle in der Auseinandersetzung mit tabuisierten Themen, u.a. wie weit künstlerische Freiheit reicht und wie mit Künstler:innen und Kunstwerken umzugehen ist, wenn möglicherweise moralische und sittliche Grenzen überschritten werden. Die Konsequenz war eine starke Politisierung des österreichischen Kunstbetriebs – der Preis, den die Künstler:innen dafür zahlen mussten war enorm und zeigt sich auch im Fall „Ruprecht“, dessen menschliches und künstlerisches Schicksal durch die gesellschaftliche Ablehnung und den Eingriff der Exekutive Schaden erlitten hat.
Sprache: Deutsch
Seitenanzahl: 287 Seiten
Herausgeber: Alfred Weidinger für die OÖ Landes-Kultur GmbH
Erscheinungsdatum: 2021
ISBN13: 978385474365-1